“Ich sehe eine Goldene Zukunft” – Meine Ziele für 2022

Meine Ziele für das Jahr 2022.


Ich habe mir nie wirklich konkrete Ziele für das kommende Jahr gemacht. Das ist doch albern, dachte ich immer. Sowas machen doch nur Leute ohne Fantasie. Leute, die sich  Vorsätze machen, die sie dann nie einhalten. 
Doch zwischen einem Vorsatz und einem Ziel besteht ein Unterschied. Von einem Vorsatz wird im Vorfeld schon fast erwartet, dass er nur von temporären Erfolg gekrönt sein wird. Deshalb mache ich mir keine Vorsätze. Ich mache mir Ziele.

Irgendwie stimmt das ja schon: Neujahr ist auch nur ein Tag wie alle anderen. Meistens beginnt er mit einem Kater. Das ist für einen Neustart schon mal schlecht. Wer etwas an seinem Leben ändern will, sollte nicht bis zum nächsten Jahr damit warten, auch klar. Für mich hat es aber diesen Winter aus irgendeinem Grund Sinn gemacht, mir ein paar Sachen für 2022 vorzunehmen. Wahrscheinlich auch, weil ich mir einmal die Zeit genommen habe, auf das vergangene Jahr zurück zu blicken und festzustellen, dass manches in meinem Leben anders werden soll.

Ich lasse euch in diesem Blogbeitrag Teil haben an vier meiner Ziele für das Jahr 2022. In meinem Tagebuch stehen noch mehr, aber die sind für euch weniger interessant. Manches davon ist sogar streng geheim. Persönlich, aber auch nicht zu privat. Keine Sorge. 
Diese Ziele hier betreffen zum Teil auch euch, womit wir schon bei meinem ersten wären: 

1. Mindestens einen Blogbeitrag im Monat veröffentlichen.

Viereinhalb Blogartikel in den letzten 12 Monaten ist wirklich wenig für einen Blog. Ich gebe es ja zu. Dass mir das regelmäßige Schreiben und Veröffentlichen fehlt habe ich schon länger festgestellt. Doch ohne die sonst monatliche Lesebühne und ohne die ganzen Radtouren (und die Berichte darüber) fehlte zum Schreiben häufig der Anlass. Wenn nichts passiert, kann ich darüber auch nichts berichten. “Fuck the pandemic”!

Mit dem Ziel, mindestens einen Blogbeitrag im Monat zu veröffentlichen, will ich mich wieder mehr ans Zurückblicken, ans Nachdenken und ans Aufschreiben gewöhnen. Das tut mir gut. Hat es schon immer. Warum nicht mehr davon?
Ihr dürft euch also im kommenden Jahr auf mindestens 12 neue Artikel von mir freuen.  

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2. Ein Buch monatlich lesen

Für einen vermeintlichen Autor/Blogger, als den ich mich gerne bezeichnen wollen würde, schreibe ich erschreckend wenig. (Ziel Nr. 1) Doch auch mit dem zu wenig lesen lasse ich mir vieles entgehen. 

Lieber und auch besser als von der x-ten Netflixserie werde ich von Büchern inspiriert. Nicht das Filme und Serien nicht weiterhin großartig sein können. Doch meistens können mich diese mehr unterhalten und zerstreuen. Ein Buch lässt mich besser fokusieren und viel länger über etwas nachdenken. Mehr zu Lesen tut meinem Gehirn – man kann es auch ganz spirituell sagen – meinem Geist sehr gut. Gerade habe ich mir angewöhnt, direkt in der Früh den Tag mit einem Kaffee und einem Buch im Bett oder auf dem Sofa zu starten. Und so viel ist schon jetzt klar: Morgens zu Lesen ist 1000 mal schöner als sofort zum Handy zu greifen.

3. Ein 400KM Brevet fahren.

Nachdem das letzte so wie auch das vorletzte Radjahr nur in der absolut minimalsten Form stattgefunden hatte und ich keine Lust habe ein weiteres Jahr mehr vom Radfahren zu träumen als tatsächlich auf dem Bike zu sitzen, habe ich mir ein dieses Ziel gesetzt: Ich will wieder 400 Kilometer am Stück Rad fahren. Das habe ich vor drei Jahren gekonnt. Da will ich wieder hin. Mein Bauch, mein Rücken, Meine Beine, Meine Lunge meine Psyche werden es mir danken.

Außerdem will ich wieder mindestens eine längere Radtour über etwa eine Woche machen. So zwischen 700 und 900 km vielleicht. Wohin ist noch nicht ganz klar. Dass dafür wieder trainiert werden muss, ist dafür umso klarer. Ein Bikepackingevent oder auch zwei werde ich sicher auch aufsuchen. Ach das wird fein. 2022 kann und soll wieder ein tolles Radjahr werden.

3. Mehr Minimalismus wagen

Dazu zählen für mich verschiedene Dinge. Wo fange ich an? Es gibt Tage, da habe ich das Gefühl, den Überblick über meine Gegenstände vollkommen zu verlieren. Ich verbringe derart viel Zeit zum Suchen von Sachen, das mir häufig die Freude an der Tätigkeit für die ich diese Sache brauche schon im Vorfeld verloren geht. Ich hasse es,  etwas suchen zu müssen.

Dabei bin ich gar nicht besonders unordentlich. Mein Besitz ist einfach zu viel geworden. “Ich hab kein Besitz, ich bin besessen”, singt die Band Milliarden. Ich muss hingegen feststellen: Mein Besitz besitzt mich. 
Ich will weniger Dinge haben. Ich miste aus und ich räume auf. Jeden Tag will ich mich (im Schnitt) von einer Sache trennen.

Meine Vision ist, nichts mehr suchen zu müssen.
Eine fantastische Vorstellung. Alle meine Sachen zu kennen und zu wissen wo Ihr Platz ist. Der Gedanke daran macht mich sehr froh.

Direkt damit verbunden ist: auch kein spontanes Online-Shopping mehr betreiben. Viel zu beiläufig und viel zu häufig kaufe ich Dinge in dem Moment, in dem ich zum ersten Mal daran denke. Das sind meistens keine großen oder besonders teuren Sachen. Eher Kleinigkeiten. Doch wenn man sich erst in dem Moment wieder an einen Kauf erinnert,  in dem der DHL Bote klingelt, dann war es wohl wirklich ein unnötiger, ein unüberlegter Kauf. Leider passiert mir das viel zu oft.

Sei es aus Langeweile, als Ablenkung nach einem stressigen Tag oder aus einer diffusen Unzufriedenheit heraus. Damit muss und wird Schluss sein. Ich will nur noch bewusst konsumieren. 

Minimalismus bedeutet für mich übrigens nicht, in einem kahlen weißen Raum ohne schöne Dinge zu leben. Vielmehr ist es für mich das Konzept, sich bewusst mit den Dingen zu umgeben, für die man sich entscheidet. Immerhin braucht mein Kopf zum Denken Platz. Und ich habe keine Lust, viele Stunden mit Suchen zu verbringen. 
Punkt. 

Das waren Sie auch schon. Meine vier Best-of-Ziele 2022, die ich mit euch teilen wollte. Ich mach das durchaus aus Kalkül. Indem ich die Ziele veröffentliche, bekommen sie etwas Verbindliches und irgendwie auch etwas offizielles. Das mag ich. Das spornt mich an.



Zum Schluss …

…möchte ich noch anmerken, dass ich mit der Umsetzung der Ziele auch schon jetzt im Dezember begonnen habe. Gerade, wenn man versuchen möchte, sein Verhalten zu ändern, macht es wenig, Sinn damit abzuwarten. Am besten startet man mit kleinen Schritten sofort, und schaut, wie weit sie einen bringen. 

Hast du auch Ziele für das kommende Jahr, die du vielleicht preisgeben möchtest? Auf dem Rad vielleicht? Dem Schreibistsch? Im Privaten? Geht es dir auch so, dass du den Überblick über deine Sachen verloren hast? Und wie lautet deine Lösung? Schreib mir, ich freue mich, von dir zu hören. 

So oder so: Ich wünsche dir einen tollen Start in das nächste Jahr. Wir sehen und drüben uns. Tschüssi 

2 Gedanken zu „“Ich sehe eine Goldene Zukunft” – Meine Ziele für 2022

  1. Sehr gut, Joachim. Das letzte Ziel gefällt mir am besten, weil es mir genauso geht. Bei jedem Kauf etwas weggeben. Wir haben zuviel, bzw. die Dinge sind zu ungleich verteilt. Und noch eine Übereinstimmung: eine ein-Wochen-Tour und längere Fahrten stehen auf dem Programm. Aber erst mal gesund werden … Grüße, Gert

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