Grenzübergänge, Traum-Panoramen und totale Erschöpfung. Erfahre, wie der Bikepacking-Trip weitergeht.
Mitte Juni bin ich von Ljubljana nach Bayern geradelt. Im Bikepackingmodus durch Slowenien, Italien und Österreich. Hier berichte ich über meine Erlebnisse dabei. Dies ist der 2 Teil meines Berichts. Den ersten Teil findest du hier.
Tag 3 Nachmittag



Die Abfahrt ins Soča-Tal ist eine Wohltat. Ich wundere mich selbst, wie weit es nach unten geht. Das bin ich, das wirklich alles auch hoch gefahren?
Im Tal gibt es Mittagessen im Gasthaus. Eine große Portion Nudeln und Salat. Wegen der Ballaststoffe, denke ich mir. Mein Magen ist von der Ernährung der letzten Tage ziemlich verwirrt. Viel stark Verarbeitetes, Zucker ohne Ende und vieles von dem, was er sonst nicht bekommt. So etwas wie eine Ernährungsstrategie habe ich nicht. Ich greife meist zu dem, was ich gerade finde.
Auf das Soča-Tal habe ich mich bei der Routenplanung im Vorfeld besonders gefreut. Ich bin nicht zum ersten Mal hier und wusste daher schon, wie herrlich schön es hier ist.
Auch dieses Mal ist das Tal einer besonderen Art, auch wenn ich mir an diesem sonnigen Sonntag die Straße mit hunderten Motorrädern teile und es abseits der einen Hauptstraße, das Tal entlang, keine geeigneten alternativen Wege gibt. Auf halber Strecke springe ich in das legendär kalte Wasser. Das habe ich mir im Vorfeld versprochen. Ein Sprung ins Wasser ist Pflicht, wenn man hier ist. Für eine richtig lange Pause fehlt mir allerdings irgendwie die Ruhe. Der Tag vergeht auch so total schnell und ich habe für den heutigen Nachmittag noch einiges vor.


Also löse ich mich von diesem schönen Platz und sehe zu, dass ich weiter komme.
Die Nachmittagssonne ist mittlerweile nur noch krass. Ich kann gar nicht so viel trinken, wie ich schwitze. Jede Gelegenheit zum Wasserauffüllen nehme ich mit. Teilweise muss ich trotzdem mit leeren Flaschen fahren. Die Anstiege fühlen sich an, als wäre der Boden mit Klebstoff bestrichen.
Ich will heute über den Predelpass “rüber” nach Italien. In meiner Vorstellung wollte ich vorher eine ausgedehnte Pause im Soča-Tal machen und mit frischen Beinen angreifen. Aber irgendwie lief es anders, und so finde ich mich schwitzend Höhenmeter fressen, obwohl mein Körper eigentlich schon genug hat.

Ich kämpfe mich die nächsten Stunden nach oben. Weitere 800 Höhenmeter, die nochmal anders scheppern als die heute Vormittag. Mittlerweile bin ich endgültig in den Alpen angekommen. Soviel steht fest. Mein Mittagessen ist schon lange verbrannt und meine Geduldsreserven gegenüber den Motorrädern sind mittlerweile aufgebraucht. Es sind einfach zu viele. An einem Brunnen kann ich nicht anders, als meinen Kopf samt Helm unter Wasser zu halten. Alles an mir ist verklebt und fühlt sich zäh an. Spaß macht das gerade leider gar nicht.
Ich bin sauer und unterzuckert. Mit dröhnendem Kopf erreiche ich den Grenzübergang. Der Imbiss hier ist gerade am Schließen. Mist. Also spekuliere ich auf das Restaurant am Lago del Predil. Dem malerischen See im Tal auf der anderen Seite dieses Passes. An den erinnere ich mich von meinem letzten Aufenthalt hier und ihn habe ich mir insgeheim als Ziel für heute vorgenommen.




Erleichtert erreiche ich das Restaurant. Doch bedauerlicherweise hat die Küche schon geschlossen. Daher besteht mein Abendessen aus Cola und Eis. Ich bin geknickt, aber ich kann die Umstände jetzt nicht ändern. Zumindest bin ich froh, dass die Hitze hier zwischen den Bergen am Abend nicht mehr so krass ist. Einen großen Teller Pasta oder Pizza hätte ich natürlich schon gerne verdrückt.
Es wird langsam Zeit, dass ich mich zur Ruhe setze. Ich will an der Strecke entlang nach einem geeigneten Platz zum Übernachten schauen. Noch ist es hell, da sollte sich doch was Geeignetes finden. Am besten wäre irgendeine Art Überdachung oder Ähnliches, denn für heute Nacht sind teilweise Gewitter angesagt. Kein Wunder nach der Hitze heute.



Ich sitze schon 20 Minuten wieder im Sattel, den Blick durch die Landschaft schweifend. Da fällt mir auf, dass mein Handy nicht da ist. Panisch alle Taschen abgesucht. Nichts. Also zurück zum Restaurant, wo ich es offensichtlich vergessen habe.
Dass ich heute noch so viel Kraft auf die Pedale bekomme, hätte ich vorher nicht geahnt. Zum Glück liegt mein Telefon noch auf dem Tresen, exakt dort, wo ich es hingelegt hatte. Es ist nicht einmal jemandem aufgefallen. Dummheit wird auch heute bestraft. 4 Kilometer hin. 4 Kilometer zurück und nun nochmal 4 Kilometer hin. Na gut.
Einen Platz zum Übernachten finde ich nicht auf Anhieb. Ich bin gefühlt (und auch tatsächlich) mitten in der Wildnis. Außer der Straße durch das Seebachtal und dem grotesk schönen Panorama gibt es hier nichts weit und breit. Ich beschließe, dass ich, wenn ich bis 20:00 Uhr nichts anderes finde, versuche, unter einer der Brücken, die hier alle paar hundert Meter die Straße untertunneln, einen trockenen Platz zu finden.
Zum Glück bleibt mir das erspart. Als ich mich – um Punkt 20:00 Uhr – umdrehe, entdecke ich ein Stück Mauer zwischen den Bäumen. Als ich genauer nachsehe, auch noch die dazugehörige Ruine. Völlig verwachsen stehen hier die Reste eines ehemaligen Wirtschaftsgebäudes. Was genau lässt sich nicht mehr erkennen? Was ich sehe, ist vor allem ein Sichtschutz und einen ebenen Boden.
Mitten in diesem Lost Place baue ich mein Lager auf. Gruselige Gedanken und Szenarien lasse ich mit größter Anstrengung gar nicht erst aufkommen. Dass es in der Gegend auch Bären gibt, fällt mir zu meinem Glück erst in ein paar Tagen wieder ein.
So endet mein dritter Tag in einer Ruine. Ich selbst habe mich heute auch ziemlich ruiniert. Finde ich. War aber auch schön.





Tag 4.
Ich wache auf unter einer Plane. In der Nacht musste ich meinen Schlaf einmal kurz unterbrechen und mein Tarp über mich spannen, da es tatsächlich geregnet hat. Dank der vielen Bäume in den ehemaligen Gebäuden war das zum Glück sehr einfach.
So richtig viel erledigen, neben Zähneputzen und Sachen zusammenrollen habe ich nicht. Ich hab weder Netz noch großartig was zu essen. Zeit mich auf die Suche nach einem Frühstück zu machen.
Mein heutiger Tag beginnt bergauf. Das ist nicht weiter schlimm, denn nach drei Kilometern bin ich schon oben und ich weiß, ab dort geht es für sehr viele Kilometer fast nur bergab. Am Neveasattel ist offenbar mehr geboten, wenn Winter ist. Das angrenzende Skigebiet bestimmt die Infrastruktur. Leider hat das Ladengeschäft im örtlichen Gemeindezentrum doch nicht geöffnet. Auf dieses hatte ich meine Hoffnung auf so etwas wie ein Frühstück gesetzt. Stattdessen gehe ich an meine Notvorräte. Als Entschädigung für den ausgebliebenen Cappuccino hänge ich meine Geräte für 20 Minuten an die Steckdose auf der leeren Terrasse. Ich versuche noch etwas Zeit zu schinden, indem ich mich extra gründlich eincreme, meine Taschen neu sortiere, Gummibärverpackungen und feuchte Tücher im Mülleimer entsorgen und andere Prokrastinationen.



Nach einer halben Stunde sehe ich ein, dass hier nicht mehr viel passiert, und mache mich an die Abfahrt. Für 15 Kilometer lasse ich mehr oder weniger durchgehend rollen. Die Landschaft um mich herum ist schlicht gigantisch. Ich bin mittlerweile im Raccolanatal gelandet. Ein Ort, der mich auf eine besondere Art beeindruckt. Pur, alpin und dabei auf diese unbestimmte Art italienisch. Aber auch ausgestorben. Erst in Chiusaforte finde ich einen lang ersehnten Supermarkt. Die erste Einkaufsmöglichkeit nach langer Zeit. Ich decke mich ein ein mit einer Brotzeit, Halsbonbons, Keksen, Chips, Limonade und und und… Ich beginne mit dem Essen, bevor ich mich richtig hingesetzt habe. Ich rekapituliere: Es gab viel zu lange keine richtige Verpflegungsmöglichkeit in der Nähe. Gestern war Sonntag. Ich bin mitten in den Bergen. Die letzte warme Mahlzeit hatte ich gestern Mittag und das Abendessen bestand aus einer Cola und einem Sandwicheis. An meiner kulinarischen Versorgung muss sich dringend was ändern. Immerhin bin ich jetzt in Italien.
Weiter geht es das Felltal in Richtung Osten. Eine Gegend, die zwar in der Weite ein schönes Panorama bietet, deren Fahrradwege allerdings nicht besonders ansprechend sind. In diesem Tal müssen sich ein Fluss, eine Autobahn und zahlreiche Industriegelände den Platz aufteilen. Richtig genießen kann ich gerade nicht. Was sicher auch daran liegt, dass die Sonne mittlerweile wieder ordentlich auf den Helm knallt und ich viel zu sehr mit Schwitzen beschäftigt bin. Gerade läuft es nicht so.

Gegen Mittag erreiche ich die Kleinstadt Tolmezzo. In einer Bar bestelle ich einen großen doppelten Espresso und gestehe mir ein, dass ich in den letzten Stunden überhaupt keinen Spaß hatte. Meine innere Batterie ist leer. Die Höhenmeter, die Hitze, das wenige Essen und der mittelgute Schlaf. All das zahlt sich jetzt aus. Also treffe ich spontan eine folgenreiche Entscheidung:
Anstatt nach meiner Pause die Anfahrt zum nächsten Pass in Richtung Österreich in Angriff zu nehmen, buche ich ein Zimmer. Das mache ich sonst nie, wenn ich unterwegs bin. Eine Mischung aus Sparsamkeit und eingebildetem Bikepackingkodex hält mich sonst davon ab. Heute ist es die beste Entscheidung seit langem. Meine Beine sind leergefahren und mein Kopf kommt mit dem Verarbeiten der letzten Tage überhaupt nicht hinterher. Höchste Zeit für einen Boxenstopp.
In der Drogerie kaufe ich eine Tube Duschgel und auch eine Mundspülung. Warum das? Das weiß ich auch nicht genau. Vielleicht sehnt sich mein Mundraum nach einer Tiefeinreinigung.

Mit frisch gewaschenen Haaren streunere ich durch die kleine Altstadt. Ich trinke in einer Bar einen sehr süßen Holunder Prosecco und besuche später ein Restaurant, das mir die Frau an der Rezeption empfohlen hat. Hausgemachte Pasta und feinster Weißwein. Ich bin im italienischen Himmel. Vor lauter Glückseligkeit gebe ich ein unangemessen großzügiges Trinkgeld, ohne es zu bemerken.
Im Bed & Breakfast wasche ich alle meine Klamotten im Waschbecken durch. Auch das Innenpolster von meinem Helm. Von diesem ging seit Kurzem ein so ekliger Geruch aus, der ganz und gar nicht zu meinem Wohnbefinden beigetragen hatte. So eine Mischung aus Obdachlosenunterkunft und Käserei. Da kann gar keine Freude aufkommen.
Dann schlafe ich in einem frisch bezogenen Bett. Krass, wie gut ich hier geschlafen habe.
Tag 5


Aus dem Bett steigen. Eine eichte Toilette in der Nähe haben. Nur eine kurze Treppe runter und vor einem reich gedeckten Frühstücksbuffet stehen. All das ist fast schon zu viel Luxus auf einmal. Eine freundliche Italienerin bereitet mir einen Cappuccino zu und ich beginne, meine Freizeitentscheidungen zu überdenken. So kann Radreisen also auch sein? Gestern habe ich in einer Ruine übernachtet und heute das. Welten liegen zwischen dem gestrigen und dem heutigen Tag, für den ich mich mehr als bereit fühle.
Heute geht es über den Plöckenpass nach Österreich. Keine leichte Etappe, aber ich fühle mich fit und ausgeruht.
Bevor ich mich wieder auf meinen Track begebe, versuche ich noch, das örtliche Fahrradgeschäft ausfindig zu machen. Doch an der angegebenen Adresse befindet sich nur ein Fachgeschäft für Haustierbedarf. Ich hatte gehofft, meine Speichen einmal nachziehen zu können. Diese klacken seit Tag zwei so unverheißungsvoll. Muss es eben klackernd weitergehen.


Die Stimmung auf dem Rad ist eine viel bessere als gestern und auch die Landschaft passt sich meiner Stimmung an. Zauberhafte
Bilder ziehen an mir vorbei. Auch ein unnötiger Abstecher
abseits der Landstraße, durch den Wald, über steile
Wanderwege inklusive Tragestellen, dämpft meine Laune nicht. Ich bin gerade einfach froh, hier unterwegs sein zu dürfen. Auch
wenn es seit dem Start stetig immer steiler werdend bergauf geht.
Kurz bevor es an die „richtige“ Passstraße geht, kehre ich in einer Bar am Straßenrand ein. Cola und Café. Gleich wird es ernst und da brauche ich die Kraft. Und wie ich sie brauchen werde. Unbarmherzig schlängelt sich die Serpentinenstraße weiter und weiter nach oben. Auch hier zeigen sich die Motorräder nicht von ihrer besten Seite. Mein Zorn wird nicht weniger.
Aber ich teile meinen Anstieg wieder auf bewährte Weise in 30-Minuten-Blöcke ein. Zwischendurch esse ich das belegte Brot, das ich mir unter den Frühstückstisch geschmiert habe. Es ist eine der
besten Mahlzeiten der Woche. Die leichten Wolken über mir helfen
sicherlich auch, die Anstrengung besser zu ertragen.5 Stunden nach dem Start heute Morgen
hab ich es geschafft. Ich bin oben. Grenzübergang nach Österreich.
Ciao Italien. Servus Kärnten.


Ich halte mich nicht zu lange hier oben auf. Stattdessen packe ich meinen Unterlenker und fliege die 12 Kilometer in Richtung Tal. Es macht große Freude.
Leider verpasse ich bei der Geschwindigkeit der Abfahrt eine Abzweigung. Die geplante Strecke auf der alten Militärstraße parallel wäre sicher noch schöner gewesen als die neu gebaute Straße, die ich mir mit den anderen Fahrzeugen teile. Ich versuche, mich nicht zu lange zu ärgern.
Unten im Tal bin ich in einem Ort mit dem Namen Mauten. Ich nutze die Gunst der Stunde und die Infrastruktur. Ich plündere einen Supermarkt und einen Imbiss. Außerdem schicke ich in einer Postfiliale ein Päckchen an meine Adresse zu Hause. Dinge, von denen ich sicher weiß, dass ich sie nicht vermissen werde, wie langärmlige Shirts, den Kocher oder die bereits vollgeknipsten Filme. Gerade am Berg zählt jedes Gramm. Das durfte ich die letzten Tage wieder erfahren.
Streckentechnisch wäre mein Plan für heute schon fast erfüllt. Für den heutigen Nachmittag hatte ich mir vorgenommen, noch ein paar Kilometer weiterzufahren und die nächstbeste Gelegenheit einer Übernachtung zu ergreifen.
Es wird anders laufen.
Satt den Gailberg für ein paar Höhenmeter anzukratzen, fahre ich ihn einfach ganz. Einfach aus dem Grund, weil hier nichts zum Übernachten zu finden und scheinbar noch Kraft in den Beinen übrig ist. Ehe ich mich versehe, bin ich schon im Drautal.
Für zwanzig Kilometer geht es einfach nur im Flachen am Fluss entlang. Was ist das bitte? So kann man auch vorankommen. Ich habe das Gefühl, ich könnte ewig so weiterfahren. Ohne Steigungen fährt sich mein Fahrrad wie von alleine. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Nur die Müdigkeit drängt langsam immer weiter nach oben.

Ich raste an einer Bank. Erkunde die Karte. Das Thema Werkstatt und Speichenschlüssel ist immer noch nicht vom Tisch. Es ist allerdings auch schon nach 19.00 Uhr. Geschlossen haben die Radläden sowieso schon. Warum also nicht den ansteuern, der fast auf dem Weg liegt? In Iselsberg gibt es einen. Mal schauen, wie weit ich heute an den rankomme. Eigentlich hab ich für heute wirklich genug. Immerhin bin ich seit über 9 Stunden unterwegs.
Es stimmt: Ich brauche wirklich bald einen Platz zum Schlafen. Der findet sich aber nicht so einfach. Ich habe eine Sache über Österreich gelernt. Hier ist fast alles umzäunt und abgesperrt. Ein heimliches Unterschlüpfen ist hier nicht möglich. Ich fahre also notgedrungen weiter und weiter. Irgendwann schiebe ich, weil meine Beine keinen Reverse mehr haben. (Und weil es wieder saumäßig steil ist. Und weil Teile meiner Route eigentlich für Wanderer ausgelegt sind.) Ich werde schon etwas finden.

Anstatt mich dem Ort Iselstberg anzunähern, erreiche ich ihn ganz. An diskreter Schlafmöglichkeit hat sich auf dem ganzen Weg hierher nichts ergeben. Meine letzte Hoffnung setze ich auf den örtlichen Bolzplatz, den ich bei Maps ausfindig gemacht habe. Der wird ja wohl nicht auch umzäunt sein. Tatsächlich. Ein Spielplatzhaus wäre groß genug für mich und mein Fahrrad. Das ist gut zu wissen.
Weil ich noch dringend was essen sollte und auch große Lust verspüre, ein Bier auf diesen Tag zu trinken, schiebe ich mich zum örtlichen Gasthaus, das noch geöffnet hat. Wo ich heute schlafen kann, weiß ich ja jetzt.
Das Gasthaus entpuppt sich als Motorradtreff. Für mich wie eine Löwengrube. Egal. Hier bekomme ich noch eine leckere Suppe, und das, obwohl die Küche schon am Schließen war. Weil ich es einfach wissen muss, frage ich auch – nur so aus Interesse – nach einem freien Zimmer. Nach zwei Minuten und einem Foto von meinem Ausweis später, habe ich einen Zimmerschlüssel in der Hand. Ich glaube, die Götter haben es so gewollt. Schlaf ich halt im Motorradhotel. Ist mir heute lieber als in einem Spielplatzhaus. Nach 11 Stunden im Sattel und 2100 Höhenmetern ist auch dieser Tag irgendwann vorbei.

Was für ein toller, authentischer Bericht – und die genialen Fotos dazu! Ich habe mitgelitten, mich mitgefreut, als du ein Bett gefunden hast, den Hunger, die Hitze gespürt und wie es sich anfühlt, frisch geduscht zum Essen gehen. Grandioser Bericht! Der sich so abhebt von dem, was man sonst zu lesen bekommt über das Abenteuer Bikepacking, wo sich alles so easy und light anfühlt. Freue mich sehr auf Teil 3